Zum Hauptinhalt springen
Geschäftsführender Gesellschafter

🍿 Es ist schon ein bisschen unfassbar, wie Rand Fishkin (Sparktoro) und Danny Sullivan (Google) gerade aufeinander losgehen. Kurzes (sehr entschärftes) Beispiel für den Ton gibt es hier, da hackt Rand auf den eigentlich unbeteiligten Barry ein. In anderen Posts auf Twitter wird es teilweise unappetitlich.

Was ist passiert? Rand ist seit Jahren dabei, Google scharf zu kritisieren. Persönlich glaube ich, dass einiges der Kritik Marketing für ihn und Sparktoro ist. Dabei kann man gut beobachten, wie sein Ton schärfer wird, seit er MOZ verlassen hat.

Vor einigen Jahren hat Rand eine „Studie“ mit Jumpshot Daten veröffentlicht, in der er gezeigt hat, wie häufig Nutzer in den Suchergebnissen nicht ein Ergebnis anklicken. Diese Studie hat er jetzt (da es Jumpshot wegen fragwürdiger Datenbeschaffung nicht mehr gibt) erneut durchgeführt. Mit Daten von similarweb (deren Datenbeschaffung ebenso fragwürdig ist). Das Ergebnis: 2/3 aller Suchen führen nicht zu einem Klick (auf eine Non-Google-Website). Sein aktueller Artikel ist fragwürdig.

Die Datenbasis ist mindestens schwierig, da undokumentiert und unethisch. Der Vergleich mit der vorherigen Studie aufgrund anderer Datenbasis unzulässig. Damit fällt auch einer der größten Kritikpunkte „Es ist alles viel schlimmer geworden einseinself” in sich zusammen. Die Studie hat dennoch ein paar Wellen geschlagen, weil die Schlagzeile natürlich Aufmerksamkeit erregt und die Kritik gleich laut wurde.

Soweit ist das alles seinen üblichen Gang gegangen. Doch irgendwie waren die Sterne dieses Mal in besonderer Konstellation und Danny Sullivan hat sich genötigt gesehen im Google-Blog darauf zu antworten.

Inhalt: Wir schicken mehr Nutzer ins freie Web als jemals zuvor. Und es gibt gute Gründe, warum es manchmal sinnvoll ist, dass der Nutzer nicht klickt. Außerdem könne Google nur erfolgreich sein, wenn sie Klicks in das Open Web schicken.

Danny hat hier den Streisand-Effekt vergessen, Öl ins Feuer gegossen und Rand hat den Stier bei den Hörnern gepackt. Danny kann manchmal pampig werden und Rand sorgt dafür, dass der Streit an die Decke geht. Was für ein Kindergarten. Aber: Es funktioniert. Rand hat mal wieder die komplette Aufmerksamkeit und spielt seine Underdog-Rolle clever. Hut ab.

Gleichzeitig lenkt es komplett von den eigentlich spannenden Fragen ab:

  • Wie geht Google mit den Daten, die wir zur Verfügung stellen um? Ist das noch im Rahmen?
  • Oder sollten wir unsere Inhalte deindexieren oder zumindest die Description-Länge begrenzen?
  • Ist Google Deine einzige Trafficquelle, dann gehst Du ein verdammt hohes Risiko.
  • Ist es eigentlich schlimm, dass Suchanfragen wie „Wie alt ist Rand Fishkin” und „Wie kurz ist die Lunte von Danny Sullivan” mit einer direkten Antwort in den SERPs antwortet? Kommt da überhaupt relevanter Traffic bei Website-Betreibern an?
  • Welche Suchanfragen führen noch zu Traffic? Wohin? Wie konvertiert der?

Niemand hat einen Anspruch darauf in der Suchmaschine gelistet zu werden. Gleichzeitig macht sich dieser Glaube weiter breit. Wie siehst Du das? Und wie stehst Du zu den Fragen?

Geschäftsführender Gesellschafter

Du hast Fragen zum Artikel, zum Thema oder brauchst einen Tipp für Deine nächsten Schritte? Hier kannst Du Dir einen unverbindlichen Termin in meinem Kalender buchen. Ich freue mich auf Dich!
15-Minuten-Termin mit Johan reservieren
Das ist ein Artikel aus unserem Newsletter. Wenn Du jeden Dienstag Morgen schlauer werden möchtest, melde jetzt kostenfrei für den SEO-Newsletter an

Kurze, praxisnahe SEO-Tipps – maximal 1× pro Woche. Keine Werbung, kein Spam.

Deine Daten sind bei uns in guten Händen und werden ausschließlich für diesen Newsletter genutzt.