Unter Zero-Klick-Suchen werden Suchanfragen verstanden, bei denen Nutzerinnen und Nutzer keine Notwendigkeit mehr haben auf eine Zielseite zu klicken, weil sie ihre Antwort schon auf der Google Suchergebnisseite finden. Ziel (von Google) ist es, das beste Ergebnis so schnell wie möglich zu liefern. Eine zufriedenstellende User-Experience kann das Vertrauen in die Suchmaschine stärken. Im Best Case (für Google) transferiert die informationelle Suchintention des Users in die Transaktion - am besten über den Google-eigenen Ads-Dienst.
Diese Zero-Klick-Suchanfragen nehmen durch die sich stetig erweiternden SERP-Features und das geänderte Nutzerverhalten zu. Möchtest Du beispielsweise wissen, wie alt die Queen ist, erhältst Du diese Antwort durch die “Direct Answer”, das “Knowledge Panel” und/oder die “Ähnlichen Fragen”. Du merkst, bestimmte Fragen benötigen nicht unbedingt eine komplexe Antwort - heißt aber auch, eventuell kein SEO-Traffic auf Deiner Seite.
Aber ist das schlimm? Wenn es nach Rand Fishkin von Sparktoro geht schon. Er veröffentlichte im August 2019 einen Blogbeitrag der wenig zuversichtlich klingt:
Less than Half of Google Searches Now Result in a Click
Wir haben schon im Newsletter 44 über die hitzige Diskussion von Rand Fishkin (Sparktoro) und Danny Sullivan (Google) bezüglich der im Blogbeitrag erwähnten Studie berichtet, aus der ein offizielles Statement seitens Google resultiert. Hier gibt es erstmal Entwarnung - laut Google ist der organische Traffic höher denn je. Aber man müsse auch das geänderte Suchverhalten der User beachten. Bei manchen Abfragen möchte der User schnell eine Information, wie in dem Queen-Beispiel. Oder aber der User wählt den Direkteinstieg über eine App. Einige Fragen unsererseits bleiben leider offen (siehe Newsletter 44).
Trotz der Kritik wird die Studie immer noch zitiert, diskutiert und vielleicht manchmal zu wenig reflektiert - zumindest wenn es nach Jeff Ferguson (und uns) geht. Deshalb Jeff veröffentlichte im April 2021 einen ausführlichen Artikel in dem darlegt, warum die Studie so nicht weiter zitiert werden sollte. Hier geht er im Detail auf die Fehler in der Datenerhebung ein. Im Kern kritisiert er die Voreingenommenheit der Studie und erläutert, warum viele SEO-Studien Tücken aufweisen.
Wenn Du also mehr über das Thema Zero-Clicks und die damit einhergehende Problematik wissen möchtest, schau gerne in dem Artikel von Jeff Ferguson vorbei! Falls Du Dich noch mehr mit dem Thema SERPs beschäftigen möchtest, empfehle ich Hannahs Beitrag zu den Rich Snippets.