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Consultant

Heimlich still und leise hat Google im letzten Jahr die Informationen zu Discover Violations aktualisiert – wahrscheinlich im Zeitraum zwischen 10. Oktober und 28. November – entdeckt haben wir es durch Barry Schwartz, der dazu schrieb.

Für alle Newbies, kurz die Basics zu Google Discover:

Discover ist im Gegensatz zur Suche ein Push Kanal – zu finden als Feed auf Android Smartphones, wenn man nach rechts wischt, oder als Feed auf der Google Seite, unterhalb des Suchschlitzes.

Die Nachrichten werden Dir personalisiert angezeigt, kein Discover Feed gleicht dem anderen.

Google schiebt Dir Artikel passend zu Deinen Interessen, Suchverlauf, Online-Aktivitäten, Standort und Vorlieben sowie Deinem Nutzerverhalten im Feed zu.

Google hat Richtlinien dazu, welche Inhalte in Discover nicht vertreten sein dürfen:

  • Gefährliche Inhalte
  • Irreführende Praktiken
  • Belästigende Inhalte
  • Hasserfüllte Inhalte
  • Manipulierte Medien
  • Medizinische Inhalte
  • Sexuell explizite Inhalte
  • Inhalte von gewalttätigen extremistischen Organisationen
  • Gewaltverherrlichende und grausame Inhalte
  • Vulgäre und derbe Sprache

Weiterhin sagt Google, dass gesponserte Inhalte deutlich als solche erkennbar sein sollten und nicht als eigene redaktionelle Werke veröffentlicht sein dürfen.

Verstößt man gegen die Richtlinien kann eine Manual Action drohen – die Gründe für diese wurden nun überarbeitet:

Googles Richtlinien

Ich habe die alten Richtlinen über WebArchive aufgerufen – der letzte Screenshot ohne die Änderung ist vom 10. Oktober 2024, nachfolgend im linken Teil des Bildes zu sehen, rechts im Bild die aktuelle Version.

Visuelle Gegenüberstellung des Berichtes von Google zu manuellen Maßnahmen - Links im Bild die Version vom 10. Oktober 2024 und rechts im Bild die aktuelle Version. Die sich unterscheidenden Elemente werden durch Pfeile dargestellt.

Diese Richtlinien sind entfernt worden

  • Adult themed content

Hierzu stand in den Richtlinien “...our adult-themed content policy [...] contains nudity, sex acts, sexually suggestive activities, or sexually explicit material.”

Dürfen nun also solche Inhalte in Discover ranken? 🔎

Ich habe noch keine entdeckt und in den Discover content policies steht “sexually explicit content” auch noch als nicht erlaubter Inhalt auf der Liste. Wenn Du etwas sehen solltest, freu ich mich, wenn du mir davon die URL und evtl. einen Screenshot vom Snippet schickst 🙂

  • Artificial freshening

Oh Wow! Ist Republishing jetzt offiziell erlaubt? 🤔 Oder denkt Google, sie haben dessen Erkennung im Griff? Tools wie Trisolute erkennen gleiche Artikel beispielsweise an der Artikel ID und auch wir nutzen die häufig für Analysen – es sollte also ein Leichtes für Google sein, die ebenso abzugleichen… aber es gibt auch zahlreiche Publisher, die die nicht nutzen! Oder kommt da demnächst etwas Neues von Google? Eine Anpassung des Algorithmus? Es bleibt spannend und ich bleibe natürlich am Ball… ⛹🏼‍♀️

Das wars mit den Richtlinien, die nun nicht mehr offiziell von Google angegeben werden, was ist denn dafür ergänzt worden?

Diese Richtlinien sind neu dazugekommen

Google hat 5 Punkte zu betrügerischen oder irreführenden Praktiken ergänzt. Spammer, nehmt euch also in Acht 🤬

  • Deceptive practices: Coordinated deceptive practices

Koordinierte irreführende Praktiken – dieser Punkt bezieht sich auf Inhalte, die den Zweck der Seite oder die Inhaberschaft verschleiern, um Nutzer zu täuschen. Hierzu zählen:

  • Falsche Angabe oder Verschleierung des Herkunftslandes
  • Verschleierung oder Falschangabe von Zusammenarbeit oder redaktioneller Unabhängigkeit

Es muss transparent sein, wenn finanzielle Mittel geflossen sind oder andere Beziehungen bestehen, die den Inhalt beeinflusst haben. Ebenfalls empfiehlt Google zu prüfen, wer Zugriff auf die Analyse-, Content-Management- & E-Commerce-Systeme der Website hat und ob diese als Stakeholder genannt sind.

  • Deceptive practices: Good neighbor policy

Gute Nachbarschaft → das ist wohl das, was sich Google und alle Nutzer wünschen…

Dieser Punkt bezieht sich auf den Publisher der Inhalte – hier ist in Ergänzung zu den Punkten aus dem vorherigen noch ergänzt, dass der Inhalt, der sich an Nutzer aus anderen Ländern richtet, keine falschen Versprechungen machen darf: “directing content at users in another country under false premises”.

  • Deceptive practices: Impersonation

Identitätsdiebstahl: Es ist verboten, sich für jemand anderen auszugeben oder vorzumachen, eine andere Organisation zu repräsentieren.

  • Deceptive practices: Misrepresentation of affiliation

Dieser Punkt bezieht sich auf die finanziellen oder redaktionellen Beziehungen der Ersteller der Inhalte – diese müssen ersichtlich sein und dürfen nicht verschleiert werden.

Hier empfiehlt sich die entsprechende Kennzeichnung der Inhalte, beispielsweise über die Verlinkungen mit rel="sponsored" und/oder der Auszeichnung des Artikels als AdvertiserContentArticle sowie die Auszeichnung als Anzeige oder gesponserten Artikel Onpage.

  • Deceptive practices: Misrepresentation of location

Hier geht es Google darum, dass Inhalte das Ursprungsland der Seite verschleiern oder falsch darstellen.

Ich bin gespannt, wie sich Google Discover weiter entwickeln wird. Melde dich gern bei mir, wenn Du neue Dinge dort siehst ➡️✉️[email protected]

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