IFrames (Kurzform für Inline Frame) sind seit Urzeiten nicht mehr aus dem HTML-Code wegzudenken und doch sträuben sich oft die Nackenhaare der Entwickler, wenn IFrames genutzt werden müssen.\ Lange Zeit waren sie auch aus Sicht der SEOs ein Riesenproblem, denn Inhalte, die mit Hilfe eines IFrames auf einer Website eingebunden wurden, wurden nicht für diese Website gewertet. Dies hat sich in jüngster Zeit geändert. Bastian Grimm (CEO der Agentur Peak Ace) hat letzte Woche auf Searchengineland eine Studie vorgestellt, die aufzeigen soll, wie Google mit den Inhalten aus IFrames in den SERPs für die jeweiligen Websites umgeht.
Diese Ergebnisse sollen Dir aufzeigen, was Du tun solltest, um Deine Inhalte vor Ranking-Diebstählen zu schützen und wie Du IFrames für Deine Website nutzen könntest, um URLs mit Inhalten anderer URLs zum ranken zu bekommen.
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Binde in Deinen HTTP-Header die Anweisungen "X-Frame-Options:" passend an Deine Bedürfnisse ein, damit Inhalte nur für Deine Domains ranken.
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Enthält die URL des IFrames eine Noindex-Anweisung (Meta-Tag oder HTTP-Header), kann der Inhalt nicht für Rankings genutzt werden.
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IFrames könnten gegebenenfalls zur Ladezeitoptimierung genutzt werden, da IFrames das Attribute loading="lazy" unterstützen und so Inhalte erst geladen werden, wenn diese benötigt werden (Achtung: Für den Fall, dass IFrames direkt im oberen Bereich "Above the Fold" genutzt werden, solltest Du auf diese Art der Optimierung verzichten).
Nicht eingegangen ist Bastian auf die "indexifembedded"- Anweisung die Google Anfang des Jahres vorgestellt hatte (Nora hatte dazu schon in unserem Newsletter berichtet). Mit dieser Anweisung kannst Du Google gezielt Anweisungen geben, wann Inhalte eines IFrames gelesen werden sollen, wann nicht, und dies auch in der Kombination mit NoIndex-Anweisungen.
Eher in den grauen Bereich des SEOs einzuordnen, finde ich die Aussagen von Bastian, dass CSS-Anweisungen wie "display:none, opacity:0, visibility:hidden" für den IFrame frei verwendet werden könnten und keinen Einfluss auf die SERPs zeigten. Solange der Inhalt Teil des DOMs wäre, würde dieser auch indexiert.\
Weiterhin finde ich den Hack mit CSS-Pseudoelementen wie ::before Inhalte in einer Seite zu integrieren nicht sehr glücklich formuliert. Dies klingt nach einer Einladung, Inhalte wieder einmal mit CSS auf einer Seite zu verstecken. Versteh mich bitte nicht falsch! Für kleinere Layouts und Inhalte wie z. B. Maßeinheiten, Währungsangaben oder andere Angaben kann dies vollkommen ok sein. Du solltest nur nicht versuchen, ganze Inhalte vor Google zu verstecken, um Google zu überlisten! Dies mag aktuell noch funktionieren, jedoch wird dies wieder nur eine Frage der Zeit sein, bis Google auch diese Inhalte korrekt interpretiert.