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Junior Consultant

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und so tat es auch die Summer of SEO E-Commerce Newsletter Reihe. Solltest Du davon nichts gehört haben: Freddie Chatt hat über den Sommer eine kleine Reihe an Newslettern geschrieben, in welchen er einige seiner Lieblings SEO-Tipps für E-Commerce Unternehmen teilte.

Die Summer of SEO-Reihe beinhaltete einige spannende Tipps und Tricks. Ursprünglich wollte ich einige dieser Tipps mit Dir Leser teilen. Also habe ich mich rangesetzt und mir fleißig ein paar der Insights aufgeschrieben.

Das ging soweit gut, bis ich zum 6. Tag der Reihe kam. Thema: Linkbuilding.

Die Überschrift ließ schon wenig Gutes verheißen. Während Linkbuilding in der Theorie vieles sein kann – und nicht gänzlich schlecht sein muss – so bedeutet Linkbuilding im Sprachgebrauch meist nur eins: Linkkauf/Linktausch.

Mit leichtem Unwohlsein öffnete ich also die Mail, und siehe da, Linkkauf. Ich muss dazu sagen, dass sich nicht jeder der Artikel speziell auf Linkkauf bezog, aber doch ein ordentlicher Teil, sowie die Werbeanzeige direkt unter der Einleitung von Freddie.

Ich war erschrocken, wie verbreitet und anerkannt die Praxis des Linkbuildings immer noch ist. Vor allem, weil die Tipps teilweise von anerkannten Leuten aus der SEO-Szene kamen.

Wie Du vielleicht weißt, stehen wir Wingmen schon seit Anfang der Zeit auf Kriegsfuß mit Linkbuilding. Als Trainee wurde mir der Standpunkt quasi mit in meine SEO-Wiege gelegt.

Da wir das Thema Linkbuilding schon sehr ausführlich auf unserer Webseite behandelt haben, will ich gar nicht das ganze Thema nochmal beleuchten. Aber aus gegebenem Anlass gebe ich Dir nun trotzdem ein paar Gründe, warum Du bei Deiner SEO-Strategie nicht auf Linkbuilding setzen solltest.

Linkbuilding ist ein grauer Hut

Linkbuilding ist nicht nur veraltet, sondern auch sogenannte Gray Hat SEO. Bewegt sich also in der schwammigen Zone zwischen dem, was erlaubt ist, und dem, was Du lieber sein lassen solltest.

Die rechtliche Lage mag sich von Land zu Land unterscheiden, aber jedenfalls in Deutschland ist sie alles andere als klar. Mit Linkkauf oder Linktausch kann man schnell gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.

Die Ausnahme wäre, wenn der Link klar als Werbung gekennzeichnet wäre. Da der Link damit aber viel seines Wertes einbüßen würde, wird dies in der Praxis selten gemacht. Dazu kommt, dass selbst das Setzen eines einfachen Links schon verschieden ausgelegt werden kann.

Google selbst straft Linkbuilding-Maßnahmen ab. Der Versuch, Links zu kaufen oder zu tauschen, wird hier als Versuch zu täuschen gewertet und kann in einer Penalty für Deine Seite enden.

Lustigerweise erwähnen das sogar viele Seiten, die den Linkkauf anbieten. Natürlich mit dem Versprechen, dass sie diese Probleme für Dich umgehen können. Wenn aber sowohl Google als auch wahrscheinlich das Gesetz eher gegen das Linkbuilding sprechen, warum solltest Du dann das Risiko eingehen?

Linkbuilding garantiert keinen SEO-Erfolg

Wenn Du heute Links kaufst, hast Du keine Garantie, dass diese Dir morgen noch etwas bringen. Domains, auf denen Deine Links sitzen, könnten sich ändern und am Ende sogar schädlich für Dein Ranking sein. Links, für die Du entweder mit Deinem Geld oder Deiner Glaubwürdigkeit bezahlt hast, könnten sogar von der Seite schlichtweg entfernt werden.

Wenn Du Dich auf Linkbuilding verlässt, hast Du den Erfolg Deiner Webseite nicht in eigener Hand. Du hast keine Kontrolle.

Dazu kommt noch, dass Linkbuilding nicht unbegrenzt skalierbar ist. Die Anzahl der relevanten Links in Deiner Branche wird relativ schnell erschöpft sein. Zusätzliche Links bringen danach maximal noch marginale Erfolge.

Durch die Unbeständigkeit ist Linkbuilding das genaue Gegenteil von langfristigem SEO-Erfolg. Wenn es Dir wichtig ist, auch in 5 Jahren noch gefunden zu werden, dann gibt es effizientere Wege, Deine Zeit und Budgets einzusetzen.

Linkbuilding optimiert am falschen Ende

Stell Dir vor, SEO sei ein Wettrennen.

Dann wäre Linkbuilding wie das Einspannen von Pferden vor Deine Kutsche. Hilft es Dir, nach vorne zu kommen und andere Kutschen hinter Dir zu lassen? Möglicherweise. Vorausgesetzt, dass technische Themen wie Deine Informationsinfrastruktur und interne Verlinkung es überhaupt zulassen, den Vorteil auszuschöpfen.

Was aber, wenn Du statt Pferde vor Deine Kutsche zu spannen an Deiner Kutsche selbst arbeitest? Du könntest:

  • einen leistungsstarken Motor verbauen (guter Content)
  • einen Satz ordentliche Reifen kaufen (die User Experience)
  • dafür sorgen, dass Deine Kutsche windschnittig unterwegs ist (Optimierung der Ladegeschwindigkeiten)
  • und das Ganze dann vernünftig zusammenbauen, um so wenig Leistung wie möglich zu verlieren (die Technik)

Wenn Du diese Schritte gehst, wirst Du schnell merken, dass Dir das Vorspannen von Pferden gar nichts mehr bringt. Du wirst mit Deinem neuen Sportwagen bereits besser und langfristiger im SEO-Rennen unterwegs sein, als wenn Du auf Linkbuilding gesetzt hättest.

Fazit

Linkbuilding als Maßnahme für Deinen SEO-Erfolg ist weder rechtlich sicher noch von Google erwünscht. Es ist keine langfristige Maßnahme und führt dazu, dass Du Deine endliche Ressource in die falsche Richtung streust.

Wenn Du im SEO-Rennen vorankommen willst, solltest Du also nicht auf Linkbuilding setzen.

Ein kleiner Disclaimer am Ende: Trotz meiner Kritik an der 6. Ausgabe der Summer of SEO-Newsletter-Reihe, habe ich den Rest der Serie dennoch gerne gelesen und vieles gelernt. Ich hätte mir den Sommer einfach ohne Linkbuilding gewünscht.

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