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Seit letzter Woche nutzt der Brave-Browser seine hauseigene Suchmaschine Brave als Standard. Dies ist der nächste logische Schritt und zeigt wie die Verantwortlichen selber die Qualität der eigenen Suchergebnisse mittlerweile einschätzen. Zuvor hatte man hier immer noch auf den Suchmaschinen-Riesen Google gesetzt.

Gleichzeitig startet Brave aber auch das "Web Discovery-Projekt" mit dem die Suchmaschine, die eigentlich viel Wert auf den Datenschutz und die Privatsphäre seiner Benutzer legt, jetzt doch so einige Daten einsammeln möchte. Die Daten sind zwar anonymisiert und Brave kann nach eigenen Angaben keine Rückschlüsse auf einzelne Benutzer schließen. Jedoch zeigt dieser Move ganz klar, dass auch eine Suchmaschine wie Brave auf Benutzeraktionen und Rückmeldungen angewiesen ist um die Qualität seiner Suchergebnisse weiter verbessern zu können.

Brave geht mit diesem Projekt sogar einen Schritt weiter als andere Suchmaschinen und trackt nicht nur das Verhalten der Benutzer in den SERPs (Nach welchen Keywords wurde gesucht? Welche URLs wurden in den SERPs ausgespielt? Welche Suchergebnisse wurden angeklickt? Wie lange befand sich ein Benutzer auf einer Seite?) sondern lässt sich zeitgleich weitere Metadaten der besuchten URL reporten. Hierzu zählen beispielsweise Meta-Daten wie:

  • Beinhaltete die URL zu dem Zeitpunkt des Besuchs ein Video?

  • War die Seite ausschließlich für den Googlebot in der robots.txt freigegeben?

  • Informationen über den Autor und den Eigentümer

Eine vollständige Liste der Daten hat das Projekt in seinem GIthub-Repository bereitgestellt.

Darüber hinaus weisen sie in der Erklärung auch darauf hin, dass sie diese Daten nicht nur in den SERPs der Brave-Suche sondern auch in den SERPs "einiger Suchmaschinen" auswerten.

Brave geht jedoch noch einen Schritt weiter und lagert "Crawl"-Arbeit an die Teilnehmer des Web Discovery-Projekt aus. Der Browser empfängt dabei "Arbeitsaufträge", arbeitet diese ab und reportet die Ergebnisse zurück an die Suchmaschine. Damit versucht Brave die immensen Hardwareanforderungen auf die "Community" zu verteilen.

Da der Browser im Hintergrund zusätzliche Aufgaben ausführt um diese Daten zu erheben kann es laut den Betreibern zu unmerklich höherer CPU-Last und verbrauchter Bandbreite führen. Daher wäre auch noch wichtig zu erwähnen, dass diese Prozesse nur auf Desktopgeräten ausgeführt werden.

Kann ich den Browser Brave denn jetzt noch bedenkenlos nutzen?

Die Antwort lautet ja, denn das neue Projekt "Web Discovery-Projekt" wird nur im reinen "Opt-In"-Verfahren angeboten. Das heißt Du wirst nicht von Brave überrascht und musst Dich explizit für das Projekt anmelden. Solltest Du Dich für das Projekt angemeldet haben, kannst Du Dich auch jeder Zeit wieder dagegen entscheiden und Dich abmelden.

Wenn Du selbst nachlesen und noch mehr erfahren möchtest, findest Du hier mehr zum Web Discovery Project.

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