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ich beobachte Seit ein ein paar Wochen mit Vergnügen Suchergebnisse mit interessanten Snippets:

Google-Suchergebnis zeigt ein Ergebnis von mitvergnügen.com zu „Coworking Berlin“ zeigt in strukturierter Form Inhalte aus dem Cookie-Banner

Hier scheint Google die Tabellendaten aus Cookie-Banner als hilfreiche Ergänzung des Snippets zu betrachten.

Man kann es natürlich als Serviceleistung sehen, schon vor dem Klick über Tracking zu informieren.

Alternativ als reines Snippet Problem, das schnell durch ein data-nosnippet Attribut behoben ist.

Aber das Problem geht wesentlich tiefer:

Google erkennt Cookie Banner nicht immer

Google zeigt hier, dass Cookie Banner nicht immer erkannt wird, sondern es als Teil des (Main)-Contents wertet.

Best Case ist, dass der Teil Googles --- der Rich Snippets erstellt --- dümmer ist, als der Rest.

Aber es ist unwahrscheinlich, dass Google zentrale Prozesse, wie die Erkennung des Main Contents mehrfach erfindet. Wenn Google das Cookie Banner hier nicht erkennt, ist es daher nicht unwahrscheinlich, dass es nicht von der Wertung als Intrusive Interstitial ausgeschlossen ist und als ganz normaler Content zählt. Content der dann prominenter platziert ist, als Jener, mit dem wir eigentlich Ranken wollen.

Was kannst Du tun, wenn Du das Problem hast?

Auf das Cookie Banner verzichten

Wenn Du mit Deinem Datenschutz gesprochen hast und allen Firmenanwälten und Dein CEO Dir schriftlich gegeben hat, dass das Risiko eines GDPR-Verstoßes nicht auf Deine Kappe geht, dann kannst Du auf das Cookie-Banner verzichten.

Ohne Server Side Tracking wird es nicht gehen und wahrscheinlich wird spätestens im Checkout oder an anderer Stelle dann irgendwo doch ein Cookie gesetzt und ein Banner gebraucht und ob man dann den Nutzer in seiner Zielerreichung unterbrechen möchte?

Wahrscheinlich ist ein kompletter Verzicht in den meisten Fällen nicht realistisch.

Das Cookie Banner cloaken

Du könntest das Cookie Banner vor Google verstecken. Eigentlich ist es Cloaking, aber Google sagt ja, dass es ohnehin kein Problem ist und es hilft dann natürlich dem Crawling-Budget, wenn Google Dein Cookie Banner gar nicht erst zu Gesicht bekommt.

Du könntest also das Script per Robots.txt sperren, oder (etwas transparenter für Google) eine JavaScript-Ausnahme für Bots einprogrammieren.

Cloaking ist nicht schön und es besteht immer die Gefahr, dass Google missversteht, was wir hier tun. Aber es ist hier die einfachste Lösung und wird von vielen Domains so gemacht. Vor allem aber stellt es sicher, dass Google das Banner nicht mit indexieren kann. Denn Google bekommt es nicht zu Gesicht

Das Cookie Banner umgestalten

Inhaltlich können wir nicht viel tun, das ist ja rechtlich vorgegeben.

Die Größe und Gestaltung des Banners können wir aber beeinflussen. Anstatt das Banner über den gesamten Mobile-Screen zu legen, könnten wir es einfach im unteren oder oberen Drittel anzeigen. Außerdem können wir tabellarische Informationen anders einbinden. Besteht immernoch die Gefahr, dass Google sich den Content zieht, aber die Gefahr ist reduziert, weil der eigentliche Main Content Above the fold sichtbar ist.

Problem: Deine Consent Rate wird massiv nach unten gehen.

Prinzip Hoffnung

Hoffnung ist keine Strategie, aber manchmal...

Wenn Google sagt, dass sie das hinbekommen und kein Problem ist. Dann könnten wir ja auch einfach Google glauben. Vielleicht supporten wir Google dann mit dem Nosnippet-Attribute. Aber letztlich heißt es ja "nosnippet" und nicht "noindex" für diesen Bereich. Eine Indexierung können wir damit also in der Tat nicht ausschließen und das wäre ja eigentlich unser Ziel.

Was solltest Du tun?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit musst Du nichts tun. Aber: Du solltest einen Blick darauf haben, ob sich Deine Werte ändern, wenn Du am Consent Banner etwas änderst. Vielleicht ist das Cloaking auch eine gute Variante, um es einmal zu testen, wie Google darauf reagiert?

Auf jeden Fall solltest Du Dich nicht blind auf die Aussage verlassen, dass Google die Interstitials sauber erkennt und je größer Dein Banner, desto größer Dein Risiko, dass Du durch Deine Bannergestaltung ein Risiko trägst.

Welche der Handlungsoptionen hast Du gewählt?

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