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Falls Du sie noch nicht kennst, dann seien Dir die Quality Rater Guidelines von Google ans Herz gelegt. Dabei handelt es sich um Richtlinien für Mitarbeiter von Google, nach denen sie sich bei einer manuellen Qualitätsüberprüfung einer Website richten können. Für alle SEOs ein interessanter Einblick in die Ansichten der Suchmaschinenbetreiber, was eine hohe Qualität ausmacht.

Diese Guidelines werden wie der Algorithmus auch öfter überarbeitet. Eine neue Version erschien am 19. Oktober. Nett von Google, dass sie seit 2019 am Ende des Guideline-Dokuments ein Changelog mit den wesentlichen Veränderungen aufführen. Diesmal darin enthalten:

  • Die Your Money Your Life (YLYL) Themen wurden in der Subkategorie 'Groups of people' erweitert.

  • Die Hinweise zur Ermittlung von Informationen zur Reputation von Websites und Content Creators wurde überarbeitet.

  • Der Teil zu 'Lowest Page Quality' wurde überarbeitet und um Beispiele erweitert. 

  • Im Zuge dessen wurde auch die Kategorie 'Upsetting-Offensive' überarbeitet um Redundanz mit der Lowest Page Quality Section zu vermeiden.

  • Viele kleinere Änderungen (Updates für Screenshots, URLs, Wording, Beispiele & Typos, etc.)

Die genannten Punkte sind natürlich auch guter Gesprächsstoff in der SEO-Szene. Um einen meiner Kollegen zu zitieren:

"Das ist der Stoff aus dem das nächste Update gemacht wird :D".

In der Tat stecken in den Details wieder einige Aspekte, mit denen sich Website-Betreiber auseinandersetzen sollten, sofern sie es noch nicht getan haben. Eine Übersicht sämtlicher Changes wurde von Jennifer Slegg bei der SEMPost veröffentlicht (auch die, die von Google unter den kleinen Änderungen geparkt wurden).

Insgesamt verstärkt sich über viele Änderungen hinweg der Eindruck, dass Google einen noch größeren Fokus auf die Vertrauenswürdigkeit setzt. Zum einen darin wie sie sich definieren lässt. Betreiber einer Website mit Paywall dürfte zum Beispiel diese konkrete Formulierung freuen:

"Logins or paywalls on otherwise trustworthy sites should not be considered untrustworthy, deceptive, or coercive."

Heißt für mich in etwa, dass "Logins oder Paywalls auf sonst vertrauenswürdigen Seiten nicht als vertrauensunwürdig, täuschend oder zwingend betrachtet werden sollten."

Zum anderen aber auch wie sie wahrgenommen werden kann. So geht es bei der Ermittlung der Reputation nicht nur um die Seite selbst, aber auch um deren Content Creators.

"If the creator of the MC is different from the creator of the website, it's important to understand the reputation of the creator as well."

Hier wird explizit betont, dass wenn der Schöpfer des Hauptinhalts einer Seite anderer als der der Website ist, es wichtig ist, auch dessen Reputation zu berücksichtigen. Ein weiterer Wink in Richtung Authentizität & Authorship.

Die größte Überarbeitung fand im Bereich 'Lowest Quality Content" statt. Hier wird neuerdings von Google ausdrücklich festgehalten, dass Websites und Seiten Nutzern mit schädlichem Zweck oder Täuschung über den eigenen Zweck als Content niedrigster Qualität bewertet werden sollte.

"Assess the true purpose of the page. If the website or page has a harmful purpose or is designed to deceive people about its true purpose, it should be rated Lowest."

Darauf folgen genauere Beschreibungen möglicher negativer Zwecke von Seiten mit konkreten Beispielen.

Meine Empfehlung - wenn Dich etwas Englisch nicht abschreckt - lies es Dir in den Guidelines am besten selbst durch!

Zum Abschluss noch ein Gedanke: Noch einmal spannender für uns SEOs wäre es vermutlich, wenn Google seine Ausführungen zum 'Highest Quality Content' ähnlich konkret gestalten würde. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ;)

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