Zum Hauptinhalt springen
Consultant

Zwei spannende Tage auf der SMX liegen hinter mir und ich werde Euch die nächsten Ausgaben wohl noch das ein oder andere Mal mit Infos davon füttern.

Der Start am Mittwoch ging mit Philipp Klöckner und seinem Vortrag "The Unbundling of Search" gut los. Was ich mir als Hauptpunkt mitgenommen habe: die organische Suche nimmt immer weiter ab, da die Nutzer zunehmend eigene Apps nutzen  und entsprechend direkt bei Amazon, AirBnB oder Booking suchen statt bei Google. Auch Social Media mit Instagram und TikTok dürfen wir nicht außer Acht lassen mit unzähligen Affiliate Links direkt zu Produkten und Angeboten, ohne dass die Nutzer überhaupt gesucht hätten.

Erst war ich schockiert, da ich beispielsweise gar keine "extra" Apps wie Booking, AboutYou o.Ä. habe und eine Suche fast immer über Google starte. Aber man soll ja nicht nur von sich ausgehen - und dann fiel mir meine 15-jährige Nichte ein, die ausschließlich TikTok zu nutzen scheint. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Beispiele fallen mir ein von Personen, die sehr viel weniger googeln als ich.

Hab ich nun "Angst um meinen Job"? Nein. Denn ich weiß ja, warum ich bei Google starte und nicht in einer App oder auf einer Website. Die meisten Apps und Websites sind für meinen Geschmack zu schlecht, nicht nutzerfreundlich und ich würde niemals finden, wonach ich suche.


Ein weiterer spannender Vortrag war der über strukturierte Daten von Julian Dziki (Seokratie). Er hat die wichtigsten Basics erklärt und anschließend die oft gestellte Frage diskutiert, ob denn nun die Markups nach schema.org ein Rankingfaktor sind oder nicht. Dafür hatte Julian ein spannendes Beispiel von Amazon in petto: ein ausgesprochen ansprechendes Snippet inkl. Preisangabe, Bewertungen und noch mehr - und trotzdem war KEIN Markup hinterlegt.

Auch ich sehe immer mal Snippets, die aussehen, als müsste ein Markup hinterlegt sein, bei dem das aber nicht der Fall ist. Ich bin dann immer ein bisschen begeistert und beleidigt zugleich... Toll, es funktioniert auch ohne! Mist, wieso sollte man sich die Mühe machen, Markup einzubauen, wenn es gar nicht notwendig ist, weil Google sich stetig verbessert? Die Antwort ist ganz einfach: Die Markups geben Sicherheit. Sie sind der doppelte Boden. Noch sollten wir uns nicht darauf verlassen, dass Google die Elemente allein anhand der Inhalte korrekt interpretieren kann.

Mit einem Markup nach schema.org übergeben wir unsere Daten strukturiert und genau in dem Format an Google, das gewünscht ist und von dem wir sicher sein können, dass es verstanden und ausgelesen wird.

Außerdem können wir im Markup ja auch Beziehungen verdeutlichen, die sonst über die Seite hinweg gar nicht so deutlich würden - aber mehr zu einer umfangreichen Strategie rund um den Einsatz von strukturierten Daten in einem anderen Beitrag demnächst 😄

Julian hat das Produkt mit auffälligem Snippet ohne Markup im Auge behalten und festgestellt, dass von einem auf den anderen Tag die zusätzlichen Angaben im Snippet weg waren und ein Mitbewerber stattdessen ein entsprechendes Snippet durch ein entsprechendes Markup erzielen konnte. Ich erinnere an das Netz mit doppeltem Boden ;)

Das scheint auch Amazon nicht entgangen zu sein, das mit einem Product Markup nachjustierte. Dieses wurde ziemlich rudimentär gepflegt, weshalb Julian es dann mit einem sehr ausführlichen Markup von Idealo verglichen hat. Ich würde Dir jetzt sooo gerne ein paar Seiten sagen, wo Du dir mal die strukturierten Daten anschauen kannst als absolut tolle Beispiele, was ich aus Verschwiegenheitsgründen leider nicht darf - aber sollte der ein oder andere Kunde von mir mir dafür mal ein Go geben, werde ich Dir begeistert berichten :)

Julian und ich sind uns jedenfalls einig: nutze die strukturierten Daten, hinterlege Markups für Deine Produkte, Angebote und Blog Postings. Zeichne aus, was Du hast und kannst!


Ein weiterer Vortrag, der mich nachhaltig ergriffen hat, ist der von Jens Fauldrath über Publisher SEO. Auch ich betreue ein paar Publisher und konnte ihm nicht bei allen Punkten zustimmen. Deshalb werde ich nun ein paar Aspekte mehr im Auge behalten und selbst Tests erstellen, um seine Aussagen zu validieren oder ihm dann widersprechen zu können. Es bleibt also spannend.

Auf jeden Fall hat auch Jens über strukturierte Daten referiert und ich war am Ende etwas frustriert, dass einige seiner Best Practices sich ziemlich mit dem überschneiden, was ich vor einiger Zeit für einen Kunden ausgearbeitet habe und gerade mitten im Rollout steckt. Denn nun werden wohl einige Publisher ähnlich verfahren, zumindest wenn sie Jens Rat folgen. Aber eine schöne Bestätigung ist es natürlich auch.

Einig sind Jens und ich uns zum Beispiel darin, dass man nicht nur die Standard-Markups, Pflichtangaben und empfohlenen Attribute nutzen und pflegen sollte. Gehe tiefer mit Deinen Angaben, schaffe Verbindungen zwischen Deinen Produkten und Seiten, probier auch mal Attribute, die Deine Marktbegleiter nicht nutzen, und sei mutig!


Im Bereich der Structured Data ist übrigens noch mehr passiert: Schema.org Release 14.0 ist da! Besonders erwähnenswert: die neue Angabe von hasAdultConsideration, anwendbar auf Product und Offer, sowie die isFamiliyFriendly-Angabe, die nun ebenfalls auf die beiden anwendbar ist. Ich freue mich immer, wenn das Internet ein Stückchen sicherer und transparenter wird.

Zudem hat sich einiges rund um das Organization-Markup ergeben. Du kannst nun endlich (!) - an dieser Stelle ein kurzer, virtueller Trommelwirbel (mit einem Hauch von verdrehten Augen) - eine Organization als OnlineBusiness und einen Store als OnlineStore auszeichnen. Ich weiß gar nicht, welcher Emoji passender wäre "Juhu!" oder "OMG, das wurde aber auch Zeit" - sag Du's mir!

Consultant

Das ist ein Artikel aus unserem Newsletter. Wenn Du jeden Dienstag Morgen schlauer werden möchtest, melde jetzt kostenfrei für den SEO-Newsletter an

Kurze, praxisnahe SEO-Tipps – maximal 1× pro Woche. Keine Werbung, kein Spam.

Deine Daten sind bei uns in guten Händen und werden ausschließlich für diesen Newsletter genutzt.