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Eigentlich heißt es immer "Cool URLs don't change" - aber in der Realität sieht das oft anders aus, denn eine Website ist ein lebendes Objekt, das sich stetig verändert.

Denn mit den Inhalten einer Website kann viel passieren:

Produkte sind saisonal oder limitiert, wie

  • 🍓 Erdbeeren vom Bio-Bauernhof → gibt es jedes Jahr - nur im Sommer.

  • 🍷 Merlot von 2020 → gibt es in begrenzter StĂźckzahl, aber der Nachfolge-Jahrgang schmeckt sicherlich auch.

  • 🍵 Der Weihnachtstee Edition 2022 → gibt es in begrenzter Anzahl und danach nie wieder.

Oder es gibt

  • 📉 Inhalte mit begrenzter Aktualität, wie beispielsweise News, Trends und Dinge mit Jahresbezug.

  • 🆕 Strukturelle oder technische Überarbeitung wie einen Relaunch.

In all diesen Fällen kann und zum Teil sollte sich der HTTP Status Code Deiner URLs ändern. Bedenke bei der Entscheidung auch Dinge wie

  • Bekommt die Seite viel Traffic?

  • Gibt es relevante Backlinks?

  • Welche Auswirkungen hat Dein Handeln fĂźr den User?

Was bedeutet das fĂźr die genannten Produkt-Beispiele?

  • 🍓 Erdbeeren vom Bio-Bauernhof → Status Code 200 beibehalten, denn im nächsten Sommer gibt es wieder Erdbeeren. Wichtig wäre hier ein Hinweis fĂźr den User: "Bitte benachrichtige mich per Mail, wenn die Saison wieder startet!" Das kannst Du auch mit Produkten machen, die vorĂźbergehend ausverkauft sind. Auch Google kannst Du via Structured Data mitteilen, dass der Artikel "OutOfStock" ist oder noch besser fĂźr "PreOrder" zur VerfĂźgung steht.

  • 🍷 Merlot 2020 → Status Code 301, wenn der Wein ausverkauft ist, mit einer Weiterleitung auf ein Nachfolgeprodukt. Die KĂźr wäre hier ein Banner wie „Du hast den Merlot 2020 aufgerufen. Dieses Produkt ist leider ausverkauft. Wir empfehlen Dir daher den Merlot 2021.", wenn die Seite per Redirect aufgerufen wird. Wenn es kein passendes Produkt gibt, kannst Du auch auf eine thematisch passende Kategorie-Seite weiterleiten. Google rät allerdings davon ab. Es besteht die Gefahr eines Soft 404 und die Suchintention ist eine andere. In der Praxis funktioniert diese Technik aber (noch) häufig und Google folgt der Weiterleitung.

  • 🍵 Weihnachtstee Edition 2022 → Weiterleitung via 301 auf ein verwandtes Produkt oder Status Code 410, falls ein ähnliches Produkt nicht wieder kommt. Das ergibt insbesondere Sinn, wenn Du eine hohe Fluktuation im Inventar und Crawling-Probleme hast. Oder wenn Google anfängt, bei den Weiterleitungen einen Soft 404 anzuzeigen.

  • 📉 Inhalte mit begrenzter Aktualität, wie beispielsweise News, Trends und Dinge mit Jahresbezug. → Häufig ist es hier sinnvoll, mit sogenannten "Evergreen-URLs" zu arbeiten. Wenn Du beispielsweise eine Seite zu den Weihnachtstrends 2022 hast, kĂśnnte die URL https://beispiel.de/weihnachtstrends heißen und Du aktualisierst die Inhalte entsprechend jedes Jahr (rechtzeitig). Der Status Code bleibt dann immer 200.

  • 🆕 Es gibt strukturelle oder technische Überarbeitung wie einen Relaunch → In dem Fall solltest Du immer prĂźfen, welche Deiner Inhalte Traffic und Backlinks bekommen und / oder aus Nutzersicht nĂźtzlich sind. Alle URLs, die aus den genannten GrĂźnden wichtig sind, bekommen eine 301 Weiterleitung auf eine geeignete Zielseite. Bei anderen Inhalten kannst Du auch Ăźber den Status Code 410 nachdenken, um ein wenig aufzuräumen.

In wenigen Fällen kann auch ein 302 sinnvoll sein. Damit signalisierst Du, dass Dein Inhalt vorßbergehend auf ein anderes Produkt weitergeleitet wird. Das sollte aber eher eine NotlÜsung sein und auch hier solltest Du den User darauf hinweisen, warum er jetzt dieses Produkt angezeigt bekommt.

Weitere Tipps und Informationen zum Umgang mit Produkten in den verschiedenen Stadien findest Du auch in dem Artikel "How to Handle Discontinued Products Without Ruining Your SEO" von ContentKing. Außerdem empfehle ich den eingangs erwähnten Beitrag "Cool URIs don't change".

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