Also Wortspiele als Aufmacher sind ja immer blöd. Genauso wie Verallgemeinerungen. Ich hab auch nicht nachgesehen, ob Kevin Indig wirklich unseren Newsletter liest. Wäre ja nicht unwahrscheinlich, dass er große Vermissung Florian und mir gegenüber hat, wo sein Traineeship jetzt über 12 Jahre her ist.
Aber kaum hat Philipp seinen Beitrag über Google under Pressure und Amazon geschrieben, liefert Kevin noch mal weitere Fakten zum Google-/Amazon-Dilemma.
Dabei wirft er einen Blick auf den Earnings-Call, auf den Du nach Philipps Artikel bestimmt ebenso neugierig warst, wie Philipp, Kevin und ich.
Kevin hat diese schöne Grafik gebastelt, die gut zeigt, wie sich der Anteil von Google am Ad Revenue in den letzten 1,5 Jahren im Vergleich zu Meta und Amazon schmälert. Absolut gesehen steigen die Werbeeinnahmen natürlich, aber das Wachstum ist langsamer als bei den anderen.

Kevin macht auch deutlich, dass das an den besonders lukrativen Ads liegt. Er bestätigt also unsere These, dass Google sich das nicht gefallen lassen kann (und wird). Und Google kann auch nicht gefallen, dass Amazon Partnerschaften mit Meta hat und Amazon Prime als Werbefläche anbietet (immerhin hat Google jetzt Pinterest an Bord). Ein Werbe-Euro kann ja nur auf einer Plattform ausgegeben werden.
Im weiteren Teil leitet er über auf Rufus und die Vision von Shopping-Assistenten. Den Teil gehe ich noch nicht mit. Denn nur, weil es den Assistenten gibt, heißt das noch nicht, dass er von Usern anstatt der Suche genutzt werden wird und Werbung darüber funktioniert. Beides ist erstmal eine These.
Egal ob Shopping Assistant oder Suche. Am Ende geht es um User Experience und Nutzung. Nicht zum Selbstzweck, sondern um User zu haben, denen man Werbung ins Gesicht drücken anzeigen kann.
Und natürlich geht es um die bessere Experience für Werbetreibende. Convenience und Steuerbarkeit auf der einen Seite, Effizienz und das Gefühl die richtige Entscheidung zu treffen auf der anderen.
Sehr wichtig finde ich aber den Hinweis, dass Google nicht auf den Ad-Umsatz von News Publishern verzichten kann.