Wer in mehreren Ländern und Sprachen online vertreten ist, muss Suchmaschinen klar signalisieren, welche Seitenvariante für welchen Markt bestimmt ist.
Genau dafür gibt es das hreflang-Attribut: Es weist auf die jeweilige Sprach- und Länderversion hin, sodass ein Besucher aus Deutschland die deutsche Seite erhält, während ein Nutzer aus Kanada die englisch-kanadische Variante sieht.
So werden:
- Duplicate-Content-Probleme vermieden,
- die passende Sprache, Währung und regionale Konditionen (z. B. Versand, Steuern, Verfügbarkeit) ausgespielt
- und damit sowohl User Experience als auch indirekt die Sichtbarkeit und Performance durch korrektes Targeting verbessert.
Die goldene Regel: Alle Sprachversionen müssen sich gegenseitig referenzieren, denn nur so versteht Google die Zusammengehörigkeit.
Best Practices to go:
1. Verschiedene Sprachen und Regionen abgrenzen**
a. Das hreflang-Attribut eignet sich nicht nur, um verschiedene Sprachen voneinander abzugrenzen, sondern auch, um regionale Varianten einer Sprache klar zu unterscheiden.
b. Grundlage für diese Kombinationen bilden die Sprachcodes nach ISO 639 sowie die Regionscodes nach ISO 3166.
(Zwar sind die Sprach- und Regionscodes technisch nicht case-sensitive, dennoch empfiehlt SISTRIX aus Gründen der Lesbarkeit und Einheitlichkeit die Schreibweise mit kleingeschriebener Sprache und großgeschriebener Region, also beispielsweise de-DE.)
Beispiel:
es-ESfür Nutzer:innen in Spanienes-VEfür Nutzer:innen in Venezuela
2. Verschiedene Sprachen und Regionen abgrenzen
a. Ein zentraler Bestandteil einer sauberen hreflang-Implementierung ist die gegenseitige Verknüpfung aller Sprach- und Ländervarianten.
b. Jede Version einer Seite muss:
- auf alle anderen Varianten verweisen &
- zusätzlich eine Selbstreferenz enthalten
c. Fehlt diese Struktur, stuft Google das Markup als unvollständig ein und kann es im schlimmsten Fall komplett ignorieren.
3. Absolute URLs
a. Wichtig: Immer absolute URLs verwenden.
b. Jede im href-Attribut angegebene Adresse muss Protokoll und Domain enthalten, z. B. https://www.beispielseite.com/de/.
c. Relative Pfade wie /de/ sind nicht zulässig, denn Google kann sie nicht korrekt zuordnen.
4. Verwendung von X-default
a. x-default wird von Google ausdrücklich empfohlen.
b. Zweck: Nutzer:innen eine neutrale Anlaufstelle bieten, wenn Sprache oder Region nicht eindeutig sind.
c. Typische Einsatzfälle:
- Auswahlseiten, auf denen man Land oder Sprache bestimmt
- globale Website-Version als allgemeiner Einstiegspunkt (z. B. H&M)

So wird vermieden, dass Suchmaschinen oder Nutzer:innen auf eine zufällige Sprachvariante weitergeleitet werden.
Im Beispiel kannst Du sehen, wie IKEA das x-default umsetzt:
5. Canonicals
a. Bei internationalen Websites ist das Zusammenspiel von hreflang und canonical sensibel.
b. Grundregel:
- Ein Canonical darf nicht auf eine andere Sprach- oder Länder-Variante verweisen, wenn gleichzeitig hreflang genutzt wird.
c. hreflang allein reicht aus, um Duplicate-Content-Probleme zu vermeiden.
d. Haupt-URLs dürfen jedoch ein Canonical auf sich selbst enthalten.
SISTRIX stellt Werkzeuge wie einen Generator und einen Validator bereit, mit denen sich der Code erstellen und auf Fehler überprüfen lässt.
Es ist die unsichtbare Infrastruktur, die internationale URLs erst stabil und effizient macht.. Wer hier sauber arbeitet, vermeidet es, sich selbst Steine in den Weg zu legen.
Auch wir werfen jederzeit gerne einen Blick auf Deine Sprach- und Ländervarianten und bewahren Dich davor, über unnötige spitze Steine zu stolpern.