In diesem Artikel auf Medium hat Dan Rawley ein paar Beispiele zusammengetragen, in denen eine Domain im großen Stil von aussen verlinkt wird - weil eine Verwechslung zu einer anderen Domain stattfindet. So verbirgt sich hinter nissan.com nicht etwa der Autohersteller, sondern die optisch eher Vintage anmutende Website von einem Computerspezialisten. Trotzdem kassiert er einen ganzen Haufen Backlinks ein, die eigentlich gar nicht für ihn gedacht waren. Ähnlich profitieren auch andere Besitzer von Domains, die auf den Namen großer Brands basieren. Wer irgendwo auf einen Link klickt und erwartet, bei Nissan herauszukommen, ist sicherlich auch erstmal überrascht.
Ein Beispiel, über das ich vor Jahren gestolpert bin, als ich einen Rucksack kaufen wollte, ist "Freitag", denn es stellte sich heraus: Freitag.de und Freitag.ch sind 2 ganz unterschiedliche Seiten und nur eine davon verkauft Rucksäcke (aus alten Lastwagenplanen). Ob da beim Verlinken auch schon was schief gelaufen ist, habe ich jetzt nicht geprüft, aber ich kann es mir gut vorstellen.
Ein anderes Beispiel, dass mir vor einigen Monaten begegnet ist, wurde offenbar mittlerweile behoben: Ein Online-Magazin hat auf Twitter regelmäßig selbst Links geteilt, die leider nicht zur eigentlichen Website geführt haben, sondern zur zugehörigen Testumgebung inklusive halb zerschossener Templates. Ein anderer Klassiker: Die ungesicherte HTTP-Variante anstelle von HTTPS verlinken. Muss auch nicht sein.
Daher ist mein Tipp, wenn es darum geht, intern wie extern Links zu setzen oder zu teilen: Ruf die Seite auf, die Du verlinken willst, und kopiere Dir die URL aus der Browserzeile. Dann kannst Du Dir zu 100% sicher sein, dass wirklich alles richtig ist.