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In Kundenprojekten haben wir es oft mit WordPress-Installationen zu tun und schon so manchen Kniff aufgetan. Von diesem Erfahrungsschatz sollt natürlich auch Ihr profitieren!

Nutzt für neue Projekte SSD-Hosting-Pakete 

Ein schnelles Hosting-Paket ist die Grundlage für eine schnelle Website. Der Webserver kann so benötigte Assets wie Grafiken, Javascripte usw. lesen und zügig ausliefern. Auf die MySQL- oder Maria-DB-Datenbank kann so mit einer höheren Geschwindigkeit zugegriffen werden, als wenn diese noch auf einer klassischen Festplatte gespeichert würde.

Wähle ein schlankes Theme für Deine Website / Deinen Shop

Layouts für Websites und Onlineshops werden selten von Grund auf neu entwickelt. Sehr häufig werden daher bestehende Themes angepasst. Umfangreiche Themes wie Avada oder Divi sind hier bekannte Größen, bringen jedoch auch einen großen Nachteil mit sich. Solche Themes sind redaktionelle Wollmilchsäue: vom einfachen Textblock bis hin zum komplexen Bild-Slider bieten sie eine Vielzahl von unterschiedlichsten Content-Elementen an.

Der große Nachteil: Egal ob bestimmte Content-Elemente genutzt werden oder nicht, die benötigten Javascripte, CSS-Dateien und Fonts müssen trotzdem geladen werden, denn es kann ja sein, dass sie morgen doch noch verwendet werden.

Aus diesem Grund ist die Auswahl des richtigen Themes extrem wichtig. Zusätzlich sollte die Performance während der Anpassung eines Themes auch immer wieder getestet werden. Sehr häufig wird das vormals schnellste Theme durch Anpassungen zur "Ladeschnecke".

Installiere und verwende einen Redis-Server

Wordpress und gerade auch WooCommerce speichern wichtige Werte und Einstellungen im so genannten Wordpress Object Cache und sind daher sehr datenbanklastige Anwendungen. Beide Systeme nutzen dazu im Standard eine MySQL- bzw. MariaDB-Datenbank, um Werte dauerhaft zu speichern.

Die Datenbanksysteme speichern und lesen die Daten dabei auf einem physikalischen Laufwerk. Selbst wenn dies (wie aus dem ersten Tipp) eine richtig schnelle SSD ist, so benötigt ein Lesezugriff doch kostbare Zeit. Gerade für immer wiederkehrende Lesezugriffe kann der Redis-Server hier extreme Geschwindigkeitsvorteile bringen, da ein Plugin wie "Redis Object Cache" den Wordpress Object Cache im Hauptspeicher des Servers hält und alle Anfragen automatisch von dort bedient. Damit beschleunigen wir Anfragen extrem und entlasten zugleich den MySQL- oder Maria-DB-Server.

Die Kosten variieren hier extrem je nach Deinen Fähigkeiten und Deinem Provider. Für alle, die ihre Server vollständig selber administrieren: Ihr könnt über die Paketverwaltung den Redis-Server einfach installieren und mit dem Wordpress-Plugin ansprechen. Hier entstehen keine zusätzlichen Kosten. Alle Anderen müssen sich leider an ihren Provider wenden und ein passendes (meist zusätzliches) Redis-Hosting-Paket beauftragen.

Benutze ein Caching-Plugin

Lange Zeit bin ich auf der Suche nach dem besten Caching-Plugin gewesen. Ich habe immer mal wieder andere ausprobiert und bin schließlich bei dem kostenpflichtigen Plugin WP-Rocket hängen geblieben. Nicht weil es am besten cachen kann, sondern weil es neben der Cache-Funktionalität noch weitere Optimierungs-Funktionen mitbringt, die einer Seite auch in den CWVs-Werten (​​Core Web Vitals) noch einmal einen enormen Schub geben können.

So kann das Plugin z.B. das "Critical CSS" für Deine Seiten berechnen und automatisch zur Verfügung stellen um die Elemente, die "Above the Fold" gezeigt werden, schnell rendern zu können. Lange Zeit habe ich versucht, Kosten zu reduzieren und möglichst alle Anforderungen mit kostenlosen Tools und Plugins zu erledigen, jedoch hat mich WP-Rocket an diesem Punkt überzeugt: das Geld ist es Wert.

Prüfe die installierten Plugins

Als letzten Schritt solltest Du Dir einmal anschauen, welche Plugins in Deinem Wordpress und/oder WooCommerce-System installiert sind. Je mehr Plugins installiert und aktiviert sind, um so langsamer wird ein System und umso langsamer wird Deine Website auch antworten.

Benötigst Du wirklich alle Plugins? Ich empfehle hier immer eine Art Inventarliste anzulegen und jedes Plugin mit Grund/Funktion zu notieren. Dies erleichtert das Ausdünnen der Plugins, wenn einmal Funktionen nicht mehr benötigt oder Drittanbieter gewechselt werden.

Oft gibt es auch mehr als ein Plugin für dieselbe Funktion. Verwendest Du hier schon das schnellste und beste? Oder könnte man die Funktion des Plugins nicht auch anders umsetzen? So konnte ich z.B. mit der Installation eines Newsletter-Plugins schon Verschlechterungen der Core-Web-Vitals-Werte um 20% beobachten.

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