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Junior Consultant

Gerade seit dem prominenten Aufkommen von Künstlicher Intelligenz liest man ja immer wieder vom Untergang Googles. Oder zumindest von einem kräftigen Beben im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Und wenn man sich die Artikel so ansieht, wirkt es wirklich fast, als würde der Thron des Suchmaschinen-Giganten jede Sekunde in sich zusammenbrechen. Mit Explosionen, viel Rauch und kreischenden Menschen, die panisch im Kreis rennen.

Mann in Lederjacke steht auf der Straße in einer Stadt und hält ein Schild über seinen Kopf mit der Aufschrift "Google's end is here". Es ist ein nebliger Tag und im Hintergrund laufen einige Menschen.

Nun klopft das Wall Street Journal mit einer weiteren Meldung dieser Art an die Tür. Die Kernaussage: Google soll bis 2025 erstmals unter die 50%-Marke im Markt der Suchmaschinenwerbung fallen. Die Schuldigen? TikTok, KI-Suchmaschinen und der Druck durch Kartellklagen. Au weia, sieht offenbar düster aus für Google. Diesmal bestimmt tatsächlich und endgültig der Anfang vom Ende. Ja. Na ja. Wie so oft bei solchen Schlagzeilen ist das nur die halbe Wahrheit, wie Rand Fishkin in einem Artikel wunderbar auf den Punkt bringt. Für sämtliche Details, gerne dort vorbeischauen.

Der wahre Stand der Dinge

Es stimmt schon: TikTok ist ein Riesenhit – wenn es um Tanzvideos geht. Aber Suchmaschinenwerbung? Nun, da sind wir noch lange nicht. Die meisten TikTok-Nutzerinnen und -Nutzer suchen keine Produkte, sondern Unterhaltung. Und was ist mit KI-Tools? Ja, Perplexity und ChatGPT werden häufiger genutzt, aber nach derzeitigem Stand sind sie noch Lichtjahre davon entfernt, Google ernsthaft Konkurrenz zu machen. Was außerdem gerne übersehen wird, ist die Tatsache, dass Suchmaschinenwerbung weiterhin wächst. Inzwischen bestellt sogar Deine Oma ihre Waschlappen online. Was auch schon eine tolle Überleitung ist.

Der wahre Konkurrent auf dem Markt

Die eigentliche Konkurrenz sind derzeit weder TikTok noch Künstliche Intelligenz. Wenn jemand an Googles Marktanteil knabbert wie ein Biber an einem Baumstamm, dann ist es Amazon. Ihre Werbeeinnahmen im Suchbereich steigen tatsächlich schneller als die von Google, aber in absoluten Zahlen liegt Google trotzdem immer noch weit vorne. Dazu kommen Walmart, Instacart, Spotify und andere Player, die aber momentan im Vergleich zu Google auch eher eine Randerscheinung darstellen.

Warum das Ganze also?

Im Grunde ganz einfach: Schlagzeilen wie die des Wall Street Journals verkaufen sich (und das müssen sie, damit die Zeitung überleben kann). Sie haben eine spannende Geschichte aus dem Thema gemacht, die sich aber in der Tiefe etwas anders darstellt. Google wird nicht so schnell seine Krone verlieren, auch wenn andere Plattformen mitmischen. Einen ähnlichen Artikel habe ich übrigens vor einer Weile schon einmal zu "SEO is dead" geschrieben.

Also, keine Panik! Google bleibt der Platzhirsch, zumindest vorerst. Und wenn Du das nächste Mal so eine Schlagzeile siehst, denk dran: Lieber zweimal hinschauen, bevor Du in den „Oh-nein-Google-ist-am-Ende"-Modus verfällst. Sicher ist es trotzdem nicht verkehrt, zumindest hin und wieder einen Blick auf Amazon, TikTok und die KI-Player zu werfen. Manchmal geht es ja doch schneller als man denkt. In diesem Sinne: Bleib kritisch, bleib neugierig und lass Dich nicht von jedem Hype verrückt machen!

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