Entgegen einer weitverbreiteten Annahme ist Pinterest keine Social-Media-Plattform, sondern eine Suchmaschine. Aber warum?
Der Grundgedanke von Pinterest ist, Ideen zu sammeln oder zu veröffentlichen. Dabei können Beiträge (Pins) auf erstellten Pinnwänden gespeichert werden.
Auf Pinterest gibt es zwar die Möglichkeit der Interaktion durch Likes und Kommentare, diese werden aber nur spärlich bis gar nicht genutzt.
Pinterest dient also nicht dem Netzwerken mit Personen, sondern dem Finden von Inspiration. Ob es nun die neue Wohnzimmereinrichtung, ein Kochrezept oder ein #ootd (Outfit of the day) ist. Wie Du siehst, stehen bei Pinterest visuelle Aspekte im Vordergrund.

Aber auch das Suchverhalten von Pinterest-Nutzern unterscheidet sich meist von Google-Suchenden. Während bei Google häufig konkrete Fragen oder Suchbegriffe eingeben werden, weiß der Pinterest-Suchende häufig noch gar nicht, was er genau finden möchte. Oft geht es darum, erstmal grob Ideen zu sichten oder sich aus Gründen der Langeweile von der Welt der Ideen berieseln zu lassen.
Ähnlich wie bei Google werden dem User bei der Eingabe eines Suchbegriffes mithilfe der Guided-Search-Funktion weitere Suchanfragen vorgeschlagen. Dabei gibt es zum einen Ergänzungen des eigenen Suchbegriffs, zum Anderen verwandte Suchanfragen.
Wie das aussieht, siehst Du oben im Bild. Wird der Suchbegriff “ootd” eingegeben, wird unter anderem “ootd summer” oder “ootd spring” vorgeschlagen. Außerdem erhält der Suchende passende Profilvorschläge.
Doch was hat Pinterest mit SEO zu tun? Da Pinterest eine Suchmaschine ist, gibt es natürlich auch hier Optimierungspotenzial. Jessica Foster gibt in ihrem Artikel <12 Pinterest SEO Tips for High-Traffic Success zum Beispiel Tipps, die die eigene Pinterest-Performance steigern sollen.
Doch der eigentliche Vorteil ist, dass Pinterest von Google indexiert wird. So kann eine alternative Einstiegsmöglichkeit für den User geschaffen werden. Der User gelangt über die Google-Suche auf einen Pin und kann sich von hier weiter auf die Website klicken.
Natürlich birgt ein solcher Einstieg auch immer das Risiko, dass der User auf dem Weg verloren geht, aber besonders für bildreiche Themen ist es eine interessante Möglichkeit.
Wenn Du Dir nun Sorgen um Dein Backlink-Profil machst, sei unbesorgt. Laut John Müller ist dies unproblematisch, wie er in einem Tweet antwortete:

Doch für wen eignet sich Pinterest als Marketing-Kanal? Vor allem für Unternehmen oder Selbstständige mit einer eigenen Website und visuell ansprechenden Inhalten.
Die ästhetische Inszenierung steht dabei im Vordergrund. Dabei müssen die Inhalte nicht zwingend einen Produktfokus haben, auch die Vermarktung von Blogs, Kursen oder Webinaren ist möglich.
Wichtig ist, dass Deine thematische Nische für Pinterest-Nutzer interessant ist und Du die Möglichkeit hast, Deine Inhalte ansprechend in Szene zu setzen. Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass Pinterest zudem die Möglichkeit bietet, Pinterest Ads zu schalten.
Falls Du jetzt neugierig geworden bist und mehr zu Pinterest SEO wissen möchtest, halte Deine Augen auf, vielleicht liest Du hier bald noch mehr zu diesem spannenden Thema!