Universal Analytics wird bald in den Ruhestand geschickt. Währenddessen wurde GA4 in den letzten Wochen durch einige neue Features erweitert. Somit erlangt das Produkt wenigstens fßr einige Webanalyse-Fragestellungen einen gewissen Grad an Marktreife. Und das schon 1,5 Jahre nach Ende der Beta-Phase.
Wer sein GA4-Setup bereits live gestellt hat, ist bislang noch ernßchtert. In vielen Fällen hilft der Zugriff auf die Rohdaten, aber dafßr muss man erstmal die Zeit und das Know-How haben.
Charles Farina erklärt, dass die ein oder andere vermisste Metrik oder Dimension eigentlich schon vorhanden ist und verweist auf den Dimensions & Metrics Explorer (Achtung: aus GrĂźnden muss man fĂźr den GA4 Dimensions & Metrics Explorer in Google eingeloggt sein ÂŻ\\(ă)\/ÂŻ). Viele davon lassen sich bislang nur per URL-Manipulation im Frontend nutzen. Hier erklärt am Beispiel der Landingpage, die allerdings glĂźcklicherweise inzwischen auch im Frontend direkt erreichbar ist.
Ein Zombie, der nun auch wieder aufgetaucht ist: Bounce Rate. Sie stimmt in der Definition nicht mit der Universal Analytics Bounce Rate Ăźberein (also Sitzungen, die nur einen einzelnen Pageview hatten), sondern bildet das GegenstĂźck zur Engagement Rate (einer etwas komplexer definierten Metrik aus GA4). Letzteres ist in Zeiten von Consent Management aber meiner Meinung nach die sinnvollere Metrik, da die echten Bouncer schon vor dem Consent verschwunden sind. Also lass den Zombie ruhig in seinem Grab und gewĂśhn Dich an die Engagement Rate.
So langsam wird GA4 benutzbarer, auch wenn die Schwelle sicherlich hĂśher bleibt als fĂźr UA. Was fehlt Dir noch an GA4 um gut mit ihr arbeiten zu kĂśnnen? Oder hast Du GA4 inzwischen aufgegeben und Dich fĂźr eine andere Webanalyse entschieden?