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Head of Operations & Quality
Das Wichtigste in Kürze
  • Ich habe SerpX 3.0 entwickelt, um die Lücke in traditionellen SERP-Analysen zu schließen, die die Komplexität moderner Suchlandschaften mit diversen Suchmaschinen und KI-Antworten nicht ausreichend abbilden.
  • Mit SerpX analysierst Du jetzt Ergebnisse aus sechs Suchmaschinen und siehst auf einen Blick, ob Deine Domain in den relevanten KI-Antworten zitiert wird, was Dir eine breitere Perspektive auf Deine Sichtbarkeit ermöglicht.
  • Die integrierten Content- und Entity-Gap-Analysen identifizieren präzise fehlende Begriffe oder spezifische Namen, die Top-Wettbewerber verwenden, und helfen Dir, Dein Thema umfassender abzudecken, auch wenn Du noch nicht rankst.
  • Zum Schluss erstellt SerpX aus allen gewonnenen Insights und Deinen Vorgaben ein detailliertes und anpassbares Content-Briefing, das Du in verschiedenen Formaten direkt für die Inhaltserstellung nutzen kannst.


SerpX 3.0: Sechs Suchmaschinen, KI-Antworten und ein fertiges Briefing

Nachdem ich bei unserer Extension RoboX in den letzten Monaten schon einige Optimierungsschleifen gedreht habe, konnte ich es bei unserer zweiten Extension auch nicht lassen: In SerpX ist noch einmal ordentlich Entwicklungsarbeit geflossen. Und die neue V3 hat es in sich.

Darf ich vorstellen?

1. Sechs Suchmaschinen statt zwei

Google, Bing, Brave, Ecosia, DuckDuckGo und Qwant. Das ist das neue magische Suchmaschinen-Sechseck, das Dir bei SerpX zur Verfügung steht. Der Suchhelfer baut die Suchanfragen auf Basis Deiner Land- und Sprachauswahl sowie der üblichen Parameter und Sucheinstellungen.

Warum das mehr ist als eine längere Liste: Hinter den sechs Suchmaschinen stecken nicht sechs Indizes. DuckDuckGo läuft auf Bing, Ecosia und Qwant mischen seit dem deutschen Start ihres europäischen Index (30. Juli 2026) zunehmend eigene Ergebnisse bei – bis Jahresende soll dieser die Mehrzahl der deutschen Anfragen beantworten, den Rest liefert weiterhin Bing. Wirklich eigenständig sind damit Google, Bing und Brave. Genau deshalb lohnt der Vergleich: Du siehst, wie sich eine Ergebnisliste verschiebt, wenn ein anderer Index dahintersteht.

In der Tabelle steht in der Spalte „Source" jetzt übrigens nicht nur die Suchmaschine, sondern auch, für welche Sprache und welches Land die Zeile gilt. Nicht, dass man mal im gleichsprachigen Raum durcheinanderkommt und sich wundert.

2. KI-Antworten und ihre Quellen

Für normale Rankings interessiert sich gefühlt ja keiner mehr – wobei ich es nicht unbedingt für schlau halte, jetzt nur noch auf der GEO-Hochzeit zu tanzen. Aber die Frage, ob die eigene Seite in einer KI-Antwort auftaucht, ist natürlich berechtigt. Position 3 und nicht zitiert ist eine andere Diagnose als Position 8 und zitiert – und beides sieht man einem Ranking-Report nicht an. Daher wollte ich diese Perspektive mit in SerpX integrieren.

Zeigt eine Suchmaschine eine KI-Antwort, hält die Extension deshalb ihren vollständigen Text fest und jede Domain, die darin zitiert wird. In der Tabelle steht dann pro Zeile in der Spalte "AI cited", ob diese Domain es in die Antwort geschafft hat.

Ein Nebenschauplatz, der mich unerwartet viel Zeit gekostet hat: Manche Suchmaschinen verstecken die zitierten Quellen, so dass man sie in der ersten Ansicht nicht sofort sieht. SerpX führt im Hintergrund die "Klicks" aus, um die Quellen zu identifizieren und im Tool aufnehmen zu können. Wenn Du das nicht möchtest, kannst Du es aber auch in den Einstellungen deaktivieren.

Versteckte Quellen bei der AI-Integration von Ecosia

3. Content Gap: welche Begriffe Dir fehlen

Dieses Feature wollte ich unbedingt! Sobald die Haupttexte gecrawlt sind, vergleicht SerpX sie (ganz ohne API-Keys) miteinander und zeigt Dir drei Dinge: 1. Die Begriffe, die praktisch alle Top-Ergebnisse abdecken, 2. die Begriffe, die die Wettbewerber benutzen und Deine Seite nicht, 3. und die stärksten Begriffe je einzelnem Ergebnis.

Gewichtet wird per TF-IDF über den gesamten Ergebnissatz inklusive Ansätzen zum Begriff-Stemming (= ein Verfahren, bei dem Wörter auf ihren gemeinsamen Wortstamm zurückgeführt werden) und Ausschluss von Stoppwörtern (wie schon bei unserem Bookmarklet). Da kann ich sicherlich noch weiter feintunen, aber fürs Erste ist das schon mal eine solide Sache (denke hoffe ich ).

Und falls Deine eigene Seite gar nicht in den Ergebnissen steht: URL eintragen, SerpX crawlt sie und nimmt sie in den Vergleich auf. Der Gap funktioniert also auch dann, wenn Du für das Thema, das Du grad analysierst, noch gar nicht rankst.

Screenshot von der Content Gap Analyse von SerpX

4. Entity Gap: welche Namen Dir fehlen

Wörter sind das eine, Namen das andere. Ein TF-IDF-Wert weiß nicht, dass „Core Web Vitals" ein feststehender Begriff ist und „Google Merchant Center" ein Produkt.

Die Entity-Gap-Analyse schickt die gecrawlten Haupttexte deshalb an ein Sprachmodell und bekommt zurück, welche Produkte, Organisationen, Personen, Orte und Fachbegriffe Deine Wettbewerber benutzen – mit der Angabe, welche Domain was nennt und was auf Deiner Seite nie vorkommt. Das Ergebnis bleibt beim Projekt gespeichert, Du zahlst also nicht zweimal für denselben Blick.

Dafür brauchst Du einen eigenen API-Key bei Anthropic, OpenAI oder Google. Der Aufruf geht direkt von Deinem Gerät an den Anbieter – kein Wingmen-Server dazwischen, und die Kosten laufen über Dein Konto, nicht über ein ggf. limitiertes Kontingent auf unserer Seite.

Screenshot von der Entity Gap Analyse von SerpX

5. Das KI-Briefing

Zum Schluss der Schritt, der aus der Analyse einen Auftrag macht: SerpX baut Dir aus den ganzen Insights ein fertiges Content-Briefing.

Du bestimmst, was hineingeht – Content Gap, Entitäten, Tool-Daten, Deine Notizen aus dem Overlay, eigene Vorgaben als Freitext, angehängte Dateien wie einen Markenleitfaden etc. Oder Du gibst bestimmte Texte von Wettbewerbern als Orientierung/Kontext mit. Hier gibt es viel Spielraum (deshalb läuft das Ganze auch bewusst unter "Experimental").

Danach bestimmst Du, was herauskommt: Textsorte, Zielgruppe, Suchintention, Kernbotschaft, Gliederung, Fragen, Begriffe, Umfang, Tonalität – jeder Abschnitt einzeln zuschaltbar, dazu die Zielsprache aus über 40 Varianten. Raus kommt Markdown, Word, PDF oder reiner Text.

Bevor irgendetwas rausgeht, kannst Du den vollständigen Prompt lesen. Du sollst wissen, was da im Hintergrund passiert (vielleicht ist hier ja etwas nicht schlau – dann wirst Du es mir nur sagen können, wenn Du es weißt).

6. Der Rest in Kürze

Das waren die 5 größten Veränderungen. Aber es gibt auch noch ein paar weitere Anpassungen, die ich Dir nicht vorenthalten will:

  • Chrome UX Report als weitere API-Quelle: PageSpeed Insights hatten wir ja schon angezapft. Aber nachdem Google neue Werbe-Metriken im CrUX zur Verfügung gestellt hat (Lars berichtete darüber und stellte Dir dabei unseren CruX Fetcher vor), lag es nahe, auch diese API anzuzapfen. Und so kannst Du im Bulk hiermit also auch die neuen Werbe-Metriken ziehen und rankende (oder manuell hinzugefügte) URLs miteinander vergleichen.
  • Neue Crawl-Metriken: Wenn Du die URLs crawlen lässt, bekommst Du in der Tabelle nun auch eine Einschätzung zum Flesch Reading Ease (FRE) Score, der geschätzten Lesezeit sowie der Anzahl gefundener Bilder mit Alt-Text-Quote.
  • Haupttext statt Seitengerüst: Für die Textanalysen trennt SerpX nunmehr zudem den eigentlichen Inhalt von Navigation, Footer und Teaser-Listen – und sagt Dir dazu, über welchen Weg er ihn gefunden hat. Liegt die Erkennung bei einer ungewöhnlich gebauten Seite daneben, korrigierst Du über "Edit Main Content" bzw. "Haupttext bearbeiten" den Text bei Bedarf von Hand.
  • Zentrale Steuerung des Markts je Projekt: Nicht nur für die Sistrix API (für die wir es bereits eingerichtet hatten) ist es wichtig zu wissen, welches Zielland man abfragen möchte. Daher kann man nun einmal zentral im Bereich der Tooldaten definieren, welchen Markt man im Folgenden als Datenbasis zugrunde legen möchte.

Jetzt bist Du dran!

Wenn Dich die neuen Features immer noch nicht motivieren, SerpX einmal auszuprobieren, dann weiß ich auch nicht.

SerpX 3.0 ist ab sofort kostenlos im Chrome Web Store und bei den Firefox Add-ons. Wenn Du die Extension schon im Einsatz hast, kommt das Update automatisch – dann reicht ein Blick ins Dashboard.

Ich bin gespannt auf Dein Feedback: Was fehlt, was nervt, was würdest Du anders bauen?

Lass von Dir hören!

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