Hier auf diesem Kanal haben wir ja schon des Öfteren über FLoC berichtet. Was war das nochmal? Richtig: Googles Versuch Third-Party-Cookies zu ersetzen.
Diese Cookies werden in der Werbeindustrie genutzt, um das Nutzerverhalten über viele Webseiten hinweg zu tracken und auszuwerten. FLoC soll dieses Nutzerverhalten im Browser der Nutzer selbst speichern. Und zwar in einer Form, die eine größere Anonymität der Nutzer ermöglicht, indem diese in sogenannte Kohorten eingeordnet werden. Welche Kohorten einem Nutzer zugeordnet sind wird dann wiederum durch dessen Verhalten beim Surfen bestimmt.
Dieses neue Konzept hat auch viel Kritik erfahren. Etwa dafür, dass nun Google die Kontrolle über diese Informationen hat oder dass man durch geschicktes Analysieren von Daten, Nutzer eventuell auch wieder de-anonymisieren könnte.
Nun gibt es auch erste praktische Rückschläge. Digiday ist aufgefallen, dass Amazon auf verschiedenen Seiten FLoC geblockt hat. Hierdurch erhält Amazon zwar keinen Zugang zu den Kohorten, die in den Nutzer-Browsern gespeichert sind. Allerdings fließen die Daten aus der Amazon-Welt auch nicht mehr in diese Kategorisierungen ein. Aus Amazons Sicht ergibt das natürlich Sinn. Warum sollten andere Webseiten und insbesondere ihre Konkurrenz von diesen Erkenntnissen über Nutzer profitieren? Andererseits ist Amazon aufgrund ihrer Größe selbst nicht weiter auf diese Daten angewiesen.
Sollten andere große Unternehmen einen ähnlichen Weg einschlagen, würde dies wohl die Nützlichkeit von FLoC um Einiges einschränken. Aber würde dies auch das Scheitern der FLoC-Initiative von Google bedeuten?