Am 16. März sind es nun 3 Jahre, die wir (überwiegend) an heimischen Esstischen, Schreibtischen & Co. verbracht haben.
Seit dem letzten Recap anlässlich des 2. Remote-Jahrestags ist ein Jahr vergangen. Wir haben uns inzwischen an Remote Work gewöhnt. Die provisorischen Esstisch-Arbeitsplätze sind längst verschwunden und mit Unterstützung der Firma (danke Flohan ❤️ #teamlove) wurden ordentliche BG-konforme Arbeitsbedingungen geschaffen.
Gleichzeitig genießen wir Wingmenschen die Flexibilität, die uns unsere Arbeit (beziehungsweise unser Arbeitgeber) ermöglicht. Bei so manchem Videocall ist nicht nur die heimische Tapete der Kollegen im Hintergrund, sondern auch mal schwedische Pferdekoppeln, spanische Pools, griechische Strände, das Wohnzimmer von Eltern oder sogar ein Zugabteil (eher selten von deutschen Zügen – Während ich diesen Artikel im ICE nach Kassel tippe, ist die Verbindung eher lückenhaft). Ein Wingmensch kann produktiv sein, wo immer ein Wingmensch eben produktiv sein möchte. Auch hier wieder einen lieben Dank an Flohan 🙂
Ein paar Fragen müssen wir noch klären. Wie zum Beispiel, was passiert, wenn mehrere Wingmenschen gemeinsam auf Workation gehen möchten. Brauchen wir dann die Ominöse A1 Bescheinigung? Das Deutsche Arbeitsrecht ist da nicht ganz auf die digitalen Nomaden des 21. Jahrhunderts vorbereitet. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir dafür eine Lösung finden.
Inzwischen kennen die meisten Wingmenschen das gemeinsame Arbeiten im gemeinsamen Büro gar nicht mehr. Diejenigen, die es noch kennen, vermissen natürlich noch immer ein bisschen die spannenden Diskussionen in der Mittagspause, den kurzen Schnack beim Kaffee holen oder die Freitagabende bei einem Gin Tonic (oder anderem Getränk nach Wahl) im Kollegenkreis, um die ein oder andere Woche ausklingen zu lassen.
Aber um so mehr genießen wir die gemeinsamen Team-Events und Offsites. Video Calls funktionieren wunderbar, aber sie haben ihre Grenzen. Hin und wieder ist es einfach großartig, sich in der echten Welt zu sehen. Dazu müssen die inzwischen über ganz Deutschland verteilten Wingmenschen natürlich anreisen, aber der Aufwand lohnt sich:
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Man kann neue Kollegen als echte Menschen kennenlernen, und nicht als Desktop-Fenster.
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Man kann auch sicherstellen, dass die anderen Wingmenschen noch alle Ihre Beine haben.
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Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht, löst manche Knoten, die entstehen, weil Slack und Co. von Natur aus keinen Tonfall transportieren und es einfach manchmal zu Sender/Empfänger-Missverständnissen kommt.
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Man kann mal wieder den Gin Tonic (oder anderes Getränk nach Wahl) im Kollegenkreis genießen.
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Manche Aufgaben machen gemeinsam an einem Tisch einfach mehr Spaß.

Das ist uns dieses Jahr besonders aufgefallen und wenn Deine Firma das Büro auch eingestampft hat, oder es einstampfen will, plane dennoch, Deine Kollegen hin und wieder mal in der Realität zu treffen. Das ist kein optionaler Luxus, sondern es sorgt dafür, dass alle gemeinsam auf Dauer miteinander produktiver arbeiten können.